Mittwoch, August 01, 2007

Erster eigener Verband

Heute war es so weit. Ich habe meinen ersten selbständigen Verbandswechsel durchgeführt. Da ich mir endlich einmal meinen rechten Fuß waschen wollte, musste ich meinen Verband abmachen. Zwar sollte ich das schon in der ersten Woche meiner "Unpässlichkeit" machen, aber da traute ich mich das noch nicht. Seitdem ich aber anfing, längere Strecken, d.h. bis zur nächsten Kreuzung und wieder züruck, zu gehen, bin ich tapferer geworden. Heute ist nun der Tag gekommen.

Ein kleine Tat zwar für einen Menschen, ein großer Schritt jedoch für eine Sonja.

A propos, so alleine zu Hause zu sein, macht keinen Spaß. Ich fange langsam an, über Dinge nachzudenken, für welche ich bisher keine Zeit gehabt hatte. Ich stelle mir Fragen und wundere mich, warum ich teilweise so naiv gehandelt habe. Andere Leute haben sich größtenteils ihre Auszeit gegönnt. Sie haben dafür ihre Arbeit auf mich abgeladen. Ich habe diese Arbeit, zwar zähneknirschend, übernommen. Diese Leute haben jetzt jemanden, der für sie da ist. Ich nicht! Ich war für alle da, außer für mich. Jetzt erhalte ich die bittere Rechnung dafür. Das Leben ist grausam!

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Donnerstag, März 29, 2007

Eislaufen, nicht Eisgehen

Mittwoch hatte ich nun meinen ersten halbfreien Tag. Ramona hatte mich eingeladen, mit ihr eislaufen zu gehen. Sie hatte die Gelegenheit kostenlos an einem Kurs teilzunehmen. Gestern war nun die letzte Veranstaltung. Da ich noch nie wirklich gut schlittschulaufen konnte, war ich natürlich begeistert. Frohen Mutes ging ich nun dorthin. Als ich sehr dilettant versuchte, meine erste Runde zu drehen, kam mir gleich ein Mädchen zur Hilfe, Ariane. Sie nahm mich bei der Hand und lief geduldig mit mir mehrere Runden. Dabei gab sie mir Tipps wie ich ein Gefühl fürs Eis entwickeln könne. Zuerst hat sie mich nur gezogen, dann hat sie mich aufgefordert die Füße abwechseln zu heben und kleine Schritte zu machen. Das lief an sich ganz gut. Dann kam der Lehrer auf die Idee kleine Wettkämpfe zu machen. Unter anderem eine Slalomstrecke ein oder mehrmals ablaufen oder die Strecke entlanggleiten sowie am Ende eine ganze Runde zu laufen. Dabei hatte ich nicht einmal den Hauch einer Chance Angsthase zu spielen. Der Gruppendruck ist schon eine seltsame Eigenschaft. Ich wollte ja die anderen nicht enttäuschen. Also traute ich mich mehrmals über meinen riesigen Schatten zu springen und lief so gut wie noch nie im Leben, d.h. ich lief überhaupt das erste Mal richtig auf Schlittschuhen. Von außen gesehen sah es bestimmt extrem unbeholfen aus, aber für mich bedeutete es einen Quantensprung gigantischem Ausmaßes; nicht gehen und stocken sonder laufen! Ich bin sehr froh, dass ich mit Ramona mitgegangen bin. So habe ich eine neue Kameradin gefunden (Ariane) und gleichzeitig die Angst vorm Schlittschuhlaufen verloren. Nächsten Winter möchte ich auf jeden Fall öfters schlittschuhlaufen gehen. :o)

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